Nach 2 Wochen der harten Arbeit in den Bergen Java`s , bin ich wieder in die Zivilisation zurueckgekehrt. Dort oben weht ein anderer Wind, als hier an der Kueste. Kein Internet, keine Geschaefte, Busse oder aehnliches, aber adfuer wurde ich durch eine wunderschoene Natur entschaedigt. Das Work Camp startete im IIWC Office in Semarang. Erstmal die anderen Mitstreiter begutachten und die uebliche kennenlern-Prozedur hinter sich bringen. Insgesamt waren wir 12 Leute: 4 KoreanerInnen, 1 Japaner, 3 IndonesierInnen, Lisa und ich und 2 CampleiterInnen. Anschliessend alle 7 Sachen in den Van und ab dafuer. Nachts kamen wir dann bei unserer Gastfamilie an und schlugen unser Lager in ihrem Wohnzimmer auf. Die Kueche und ein Teil der Wohnraeume hatten nur einen Lehm Boden und auch der Rest des Hauses war sehr einfach. Fenster und Licht waren sperrlich, aber ich habe schnell dran gewoehnt und irgendwie war es auch gemuehtlich. Nach der ersten kalten Nacht auf dem Boden in meinem zu duennen Schlafsack, bin ich verfroren aufgewacht. Der Ausblick auf die umliegenden Vulkane und den blauen Himmel, haben aber entschaedigt. Ja bei dem Blick kann das Gehirn schon einmal zeitweise aussetzen.
Direkt auf dem Platz vor unserem Gasthaus, befand sich die Dorftoilette. Dort wuschen die frauen immer schon frueh am Morgen ihre Waesche und erledigten das ein oder andere Geschaeftchen, wenn ihr versteht ;-) Spaeter wurde das geerntete Gemuese gewaschen, verpackt und zum Markt transportiert. Alle Nase lang sah man Frauen und Maenner mit vollgepackten Koerben voll Feuerholz, Gemuese etc. auf Ruecken und Schultern den Berg runter kommen, Pferde wurden gewaschen und Huehner und Enten liefen ueberall herum. Dieses alltaegliche Dorfleben und die harte Arbeit der Menschen mitzuerleben, war wirklich beeindruckend und ein Erlebnis fuer sich. Viele der Kinder werden jedoch nur bis zur Grundschule beschult und helfen dann ihren Familien auf den Feldern. Somit sind die Perspektiven ziemlich eingeschraenkt.
Unsere Arbeit hatte zum Ziel, die Tempelanlage oberhalb des Dorfes von Muell zu befreien bzw. Besuchern und Bewohnern fuer den Schutz der Umwelt zu sensibilisieren. leider nutzen nur wenige Besucher die Muelltonnen und bevorzugen es, ihren Muell in die Natur zu schmeissen. Schon im Vorfeld, gab es einige Work Camps von IIWC und wir sollten die Arbeit fortsetzen. Und weil das Leben kein Ponyhof ist, wurde am ersten Tag zunaechst der Berg mit seinen Tempeln besichtigt. Die Gedong Songo Tempel sind 9 kleine Tempel verstreut ueber die Bergspitze des Berges Ungaran auf 2400m Hoehe. Die Tempel wurden im 8ten und 9ten AD zur verehrung der Hindu Goetter Shiva und Vishnu erbaut. Damit genug der geschichtlichen Fakten. Zusaetzlich gibt es eine heisse Quelle in der man baden kann und die unglaublich nach Schwefel riecht.
In den folgenden Tagen fertigten wir Hinweisschilder, Muelltonnen und Armbaender an. In einer Aktion verteilten wir die Armbaender mit kleinen Botschaften an die Besucher und veranstalten eine kleine Auffuehrung im Tempel, die die Besucher auf unsere Arbeit und die Botschaft aufmerksam machen sollten. Neben unsren Aktivitaeten direkt im Tempel unterrichteten wir die Kinder des Dorfes in Englisch und brachten den Teenagern bei, wie man Armbaender, Ketten und Ohrringe selber machen kann. Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen hat richtig viel Spass gemacht, da sie alle sehr dankbar waren und froh ueber die Abwechslung vom Alltag. Insgesamt war es schoen mal wieder aus Pekalongan raus zu kommen, neue Leute zu treffen und mit ihnen zusammen zu arbeiten. Mittags und abends haben wir immer zusammen gekocht und ich habe einige neue japanische, koreanische und indonesische Rezepte im Gepaeck.
Jetzt sind erstmal wieder ein paar Wochen in Pekalongan angesagt, bis ich dann am 20.3 schon wieder meinen Rucksack packe, um nach Vietnam auszureisen.
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