Mittwoch, 11. März 2009

Projektarbeit


Neue Turnschuhe, Rucksäcke, Schulmaterial, Essensspenden

Das in meinem Projekt die Arbeit nicht nach Schema F laeuft und es erstens anders kommt und zweitens als man denkt, habe ich auch schon oefters mal in meinen Mails erwaehnt. In den letzten Wochen habe ich jedenfalls unerwartet viel zu tun. Das mag auch daran liegen, dass meine Gastmutter und Projektleiterin nach laengerer Krankheit endlich wieder gesund ist und die Aktivitaeten begleitet. So haben wir in der letzten Woche u.a. eine Familie in einem der aermeren, kleinen Doerfer Pekalongan's besucht. Die Mutter, ihre 4 Kinder, Oma und Tante leben zusammen in einer kleinen aus Bambusmatten gebauten Huette. Es gibt mehr oder weniger 3 Zimmer, wenn man das so nennen kann und das Bad befindet sich unter freiem Himmel. Toilette, Mandi, Kueche, Betten, Stuehle, Tisch-alles Fehlanzeige. Der Betonboden wurde von der Regierung gesponsort. Geschlafen wird entweder auf dem Boden oder auf selbstgebauten Holzpritschen. Gekocht wird ueber einer kleinen Feuerstelle in der Huette. Bei Regen, so erzaehlt uns die aufgebrachte und verzweifelte Tante, laeuft das Wasser von allen Seiten rein und alle muessen sich auf dem "Bett" zusammen kauern. Ansonsten schlafen die Erwachsenenauf dem Boden im Vorraum. Im Haus ist es dunkel, staubig und heiss. leider treffen wir die Mutter nicht an, da sie wohl gerade auf der Strasse bettelt. Eigentlich sind wir hier, um Essensspenden eines Spenders aus Semarang an die Familie zu ueberreichen und uns zu erkundigen, ob die beiden aeltesten Jungs regelmaessig in die Schule gehen. Ihre Tante berichtet, dass die Mutter die Jungen immer wieder zum betteln schicke und sie daher nicht regelmaessig am Unterricht teilnehmen koennen. Zudem fehle eine langaermlige Schuluniform, die sich die Familie nicht leisten kann. Eine kurze Schuluniform, feste Schuhe und Materialien haben die Jungen schon vor einigen Wochen von uns bekommen. Ohne die entsprechenden Uniformen duerfen die Kinder nicht am Unterricht teilnehmen. Dies stellt eine weitere finanzielle Huerde fuer die Familien dar. Auch das Schulgeld, wird durch unsere Organisation finanziert. Nachdem wir nochmals Ruecksprache mit der Schule der Jungen gehalten haben und uns um die Uniformen gekuemmert haben, hoffen wir nun, dass die Kinder oefter zur Schule gehen. Dennoch bleibt die Tatsache, dass es sich mit leerem Magen nicht gut lernen laesst und es wahrscheinlich ist, dass die Kinder immer mal wieder betteln gehen anstatt in die Schule zu gehen. Somit sind Spenden immer wieder noetig, um die ganze Familie zu unterstuetzen.
Neben solchen Hausbesuchen, unterrichte ich 2 Mal pro Woche Englisch. Die Kinder gehen zwar in die Schule, aber brauchen Nachhilfe in manchen Faechern. Auch ihr Schulgeld wird vom Projekt bezahlt. Zusaetzlich gibt es seit dieser Woche an 2 Nachmittagen einen Playgroup fuer Kleinkinder, deren Eltern sich den Kindergarten nicht leisten koennen. Die Materialien fuer diese Aktivitaeten werden aus Spenden und teils aus dem monatlichen Projektgeld von uns deutschen Freiwilligen bezahlt.
Alles in allem macht mir die Arbeit Spass und die Kinder freuen sich ueber den zusaetzlichen Unterricht. Fazit: Projekt laeuft! Plaene fuer einen Projektblog, Homepage, Fundraising sind in der Mache...

1 Kommentar:

Denise F. hat gesagt…

na das klingt doch richtig nach "arbeit" ;)